Le plus renommee tournoi europeen de handball

1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

1997: SG Wallau/Massenheim zum dritten Mal in Folge

Auch die 11. Auflage dieser Topveranstaltung war wieder ein echtes Highlight in der internationalen Handballszene. Was im Umfeld dieses Riesenspektakels abgelaufen ist, sucht seinesgleichen. Als Stargast durften die Zuschauer in der erneut randvollen Längenfeldhalle den ehemaligen Boxweltmeister Henry Maske begrüßen, der dann auch fleißig Autogramme schrieb, nachdem er den SCHLECKER CUP eröffnet hatte. In der Gruppe A spielten Badel 1862 Zagreb, SG Wallau/Massenheim und US d'Ivry. Die Gruppe B bildeten die Teams von Caja Cantabria Santander, Celje Pivovarna Lasko und TBV Lemgo. Während in Gruppe A große Ausgeglichenheit herrschte - alle Mannschaften konnten eine Niederlage durch einen Sieg ausgleichen - dominierte in Gruppe B eindeutig Santander. Mit zwei Siegen spielten sich die Iberer souverän ins Finale. In Gruppe A erreichte Wallau/Massenheim nur aufgrund des besseren Torverhältnisses das Endspiel. Nach dem 42:46 Sieg von Lemgo gegen Ivry im Spiel um Platz 5 konnte das bisher torreichste Spiel in der SCHLECKER CUP Statistik verzeichnet werden. Im Spiel um den 3. Platz setzte sich im Duell der ehemaligen Jugoslawen die Kroaten aus Zagreb hauchdünn mit 25:24 gegen den slowenischen Meister Celje durch. Im Endspiel ließen die Hessen von Wallau/Massenheim den favorisierten Spaniern aus Santander keine Chance und gewannen überlegen mit 35:25 zum vierten Mal den SCHLECKER CUP.
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1998: Kiel, wer sonst?
Auch im 12. Jahr seines Bestehens hatte der SCHLECKER CUP nichts von seiner Attraktivität verloren. Wieder tummelten sich über 2000 Besucher in und um die Längenfeldhalle, um diese einmalige Atmosphäre mit zu erleben. Die Stimmung konnte nicht besser sein, zumal sich beide deutschen Vertreter bis ins Finale spielten. In der Gruppe A setzte sich die SG W/M Frankfurt gegen den Meister Italiens HC Alpi Prato problemlos mit 37:20 durch und siegte auch gegen Cantabria Santander letztlich knapp aber verdient 22:20. In der Gruppe B hatte der THW Kiel große Probleme, sich im Auftaktspiel gegen den portugiesischen Meister ABC Braga denkbar knapp mit 29:28 zu behaupten. Auch gegen den Schweizer Meister Pfadi Winterthur war höchste Konzentration nötig, um die Eidgenossen ähnlich knapp 27:25 zu distanzieren. Im prestigeträchtigen Finale schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. In einem über lange Phasen ausgeglichenen Spiel setzte sich dann doch die spielerische Klasse des THW Kiel durch. Der THW Kiel gewann das Finale mit 26:24 Toren.
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1999: Megaereignis und Filmpremiere
Erstklassiger Handball und ein prima Rahmenprogramm rund um die Längenfeldhalle charakterisierte den 13. SCHLECKER CUP. Höhepunkt des Vorrundetags war die Deutschlandpremiere des Films „Message in a Bottle“. Die zahlreichen Zuschauer blieben nach dem Spiel, um auf einer Riesenleinwand die interessante Filmstory zu verfolgen. Im sportlichen Bereich wurden am ersten Spieltag wie immer die Finalisten ermittelt. Obwohl Pfadi Winterthur 2 Topscorer des Turniers in ihren Reihen hatten (Chi-Hyo Cho mit 24 und Mark Baumgartner mit 22 Toren) gewannen sie kein Spiel. Um Platz 5 verloren die Pfader am Sonntag gegen den französischen Meister und Pokalsieger Montpellier HB mit 23:26. Überharte Aktionen kennzeichneten das Spiel des slowenischen Meisters und Pokalsiegers Celje Pivovarna Lasko gegen den TV Grosswallstadt um den Platz 3. Nach ausgeglichener erster Halbzeit (13:13) gewannen am Ende die Slowenen mit 28:25. Im knüppelhart geführten Endspiel zog der THW Kiel nach dramatischem Spielverlauf gegen den spanischen Europapokalsieger Ademar Leon den Kürzeren. Die Spanier siegten mit 27:26. Als bester Spieler des Turniers wurde Jose Luis Peres Canca, Kapitän von Ademar Leon, gekürt. Für seine Weltklasseparaden am laufenden Band wurde verdientermaßen Celjes Keeper Dejan Peric zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Der französische Meister Montpellier HB nahm den von der Firma AGFA gestifteten Fair Play Teampokal mit nach Hause.
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2000: Favoritensieg von Kiel
Der Deutsche Meister und Pokalsieger 2000 setzte sich beim 14. SCHLECKER CUP nicht ganz unerwartet durch und gewann zum dritten Mal den begehrten CUP. Im Finale, das die beiden herausragenden Mannschaften des Turniers erreichten, triumphierten die Spieler um Kapitän Wislander mit 27:25 über die Ungarn von Fotex Veszprém. Der THW erwies sich an den zwei Turniertagen seinen fünf Konkurrenten überlegen und ließ sich auch im Finale von den Supertechnikern aus Ungarn nicht bezwingen. Sah es anfangs des Endspieles noch nach einem glatten Sieg der Kieler aus, so fing sich das Team aus Veszprém im Verlaufe des Spieles und konnte die Partie bis zum Schluss offen gestalten. Auch schon in der Vorrunde konnte Kiel mit zwei eindeutigen Siegen gegen die Nationalmannschaft aus Tschechien (41:29) und gegen die Israelis aus Hapoel (32:19) überzeugen. Im Spiel um Platz 3 traf der zweite deutsche Vertreter TV Grosswallstadt auf die israelische Mannschaft von Hapoel Rishon Le Zion. In der Partie, die zunächst ziemlich ausgeglichen verlief, konnten sich die Mainfranken erst entscheidend durchsetzen, als sie Ihre Chancen besser verwerten konnten. Daneben war die Steigerung vor allem Christian Ramota, der später zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde, zu verdanken, der in dieser Phase einige hundertprozentige Konter halten konnte. Insgesamt enttäuschend verlief der Auftritt der beiden Nationalmannschaften aus Rumänien und Tschechien. Beide Teams konnten in ihren jeweiligen Vorrundengruppen kein einziges Spiel gewinnen und mussten sich somit am Sonntag mit dem Spiel um die Rote Laterne zufrieden geben.
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2001: Der Bundesligaaufsteiger Göppingen überrascht
Bereits im ersten Spiel der Vorrunde gab es eine faustdicke Überraschung. Der Bundesligaaufsteiger FrischAuf Göppingen schlug den haushohen Favoriten, die Nationalmannschaft aus Slowenien klar mit 28:24. Die Slowenen hatten die Göppinger anfangs unterschätzt und fanden im Laufe des Spiels kein Mittel, das eigene Spiel durchzubringen. Im zweiten Spiel der Gruppe A standen die Göppinger dem amtierenden spanischen Meister Ademar Leon gegenüber. Leon konnte seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden und verlor völlig verdient mit 29:25. So stand bereits nach dem zweiten Spiel der Gruppe A mit Frisch Auf der erste Finalteilnehmer fest. In der Gruppe B setzten sich die favorisierten Mannschaften aus Kiel und Veszprém gegen den schwedischen Meister Göteborg durch. Beide gewannen hoch, Veszprém mit 32:21 und Kiel mit 38:28. Im Spiel um den Gruppensieg standen sich nun also Kiel und Veszprém gegenüber. Der Endstand von 31:31 bedeutete, dass die Kieler aufgrund der schlechteren Tordifferenz von nur einem Tor am Sonntag nur im Spiel um Platz drei antreten konnten, Veszprém zog ins Finale ein. Im Endspiel war Göppingen einmal mehr der Underdog gegen so eine erfahrene und international spielende Mannschaft wie Veszprém. Dazu konnte man verletzungsbedingt mit nur noch 8 Feldspielern antreten. Dennoch gelang Göppingen der bessere Start. Nach 4 Minuten lag FrischAuf mit 3 Toren in Front. Diesen Vorsprung konnte bis zur Halbzeit gehalten und unmittelbar danach sogar auf 5 Tore ausbaut werden. Danach aber kam die starke Zeit der Veszprémer. Tor um Tor wurde aufgeholt, bis schließlich in der 50. Minute der Ausgleich gelang. Nahezu alle Zuschauer in der Halle waren überzeugt, dass der Favorit aus Ungarn sich jetzt durchsetzen würde. Aber Göppingen hatte noch einmal die Kraft und die Konzentration zu kontern und konnten so schließlich die Partie mit 32:29 auf Grund einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient gewinnen. Veszprém brachte damit das Kunststück fertig, bei 4 Finalteilnahmen ohne Sieg zu bleiben und avanciert damit zum Pechvogel des SCHLECKER CUP. Als bester Torhüter wurde Jaume Fort von FrischAuf, als bester Feldspieler Stefan Lövgren aus Kiel gewählt und den Titel des besten Torschützen teilten sich Hajo Wulff und Nicolaj Jacobsen.
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2002: Celje dominiert
Für volle Ränge schon im ersten Spiel sorgte der zum 9. Mal am SCHLECKER CUP teilnehmenden Publikumsliebling Magnus Wislander. Göppingen konnte durch 3 Tore in Folge in den Schlussminuten noch ausgleichen. Im zweiten Spiel der Gruppe A stand Göppingen dem international seit Jahren erfolgreichen Team von Celje gegenüber. Celje begeisterte die Zuschauer mit seinem ideenreichen und schnellen Spiel und avancierte sofort zum Turnierfavoriten. Den tapferen Göteborgern erging es im letzten Gruppenspiel gegen die souverän aufspielenden Celjer allerdings ähnlich. Beide Mannschaften verloren mit 4 Toren Unterschied. Die Spiele der Gruppe B eröffnete der kroatische Meister RK Metkovic gegen den französischen Meister Chambéry Savoie. Erst in den letzten 10 Minuten setzten sich die von Daniel Narcisse ideenreich geführten Franzosen durch. Der von Göppingen verschmähte deutsche Linkshänder Volker Michel trug 5 Tore zum 25:22 bei. Chambéry musste im 2. Gruppenspiel gegen Champions League Sieger SC Magdeburg antreten. Die Magdeburger wirkten recht unkonzentriert und mussten sich mit 28:30 geschlagen geben. Magdeburg siegte dann zwar souverän gegen die schwächer werdenden Kroaten, doch im kleinen Finale -ohne den verletzten Kretschmar- gegen Göteborg enttäuschte Magdeburg erneut, als hätte man den Namen Lundström nie gehört, ließ man 10 Tore dieses Torjägers zu. Mit Spannung erwartete die Zuschauer das Endspiel. Zunächst dominierte Chambéry mit glänzend herausgespielten Toren, doch ab Mitte der 1. Halbzeit gingen die Slowenen mit schnellen und überraschenden Spielzügen in Führung. Zwar gab sich Chambéry noch nicht geschlagen, doch wuchs der Vorsprung von Celje deutlich. Beide Mannschaften spielten mit vollem Einsatz bis zur letzten Minute und wurden verdientermaßen von den Zuschauern gefeiert. Zum besten Torhüter wurde Dejan Peric, Kapitän des SCHLECKER CUP Siegers Celje gewählt. Die meisten Tore – 29 in 3 Spielen! - schoss der Göteborger Henrik Lundström.
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2003: Gummersbach wieder da
Erstmals mussten die Veranstalter gegen starke Konkurrenz um die Gunst der Zuschauer kämpfen, denn in Sindelfingen spielte Göppingen gegen die Spitzenclubs aus Baden-Württemberg. Am Samstagabend standen die Fans zudem vor der Wahl das entscheidende Spiel der Gruppe B, Gummersbach gegen Veszprém anzuschauen oder im Freien bei angenehmen Temperaturen dem Konzert der Kelly Family zuzuhören. Aber gerade dieses Spitzenspiel zweier Favoriten fand vor mehr als vollbesetzten Rängen statt. Bei dem hochklassigen Spiel konnte sich Gummersbach knapp durchsetzen. Die Gruppe A eröffnete das Turnier mit dem für viele Zuschauer vorweggenommenen Endspiel zwischen dem Pokalverteidiger Celje und der neuformierten Kieler Mannschaft. Überraschenderweise dominierten die Kieler. Wie früher überraschten die Kieler durch pfeilschnelle Konter und gewannen schließlich klar. Eine heiße Sache im wahrsten Sinne des Wortes (über 40 Grad in der Halle!) - wurde die Partie Kiel gegen Kolding, denn nur selten hatte eine Mannschaft mehr als ein Tor Vorsprung. Am Ende siegten die glücklicheren Kieler und erreichten somit das Endspiel gegen Gummersbach. Für ein spannungsgeladenes Endspiel war gesorgt! Das Spiel um Platz 5 gewann Leon gegen den Turniersieger 02 Celje klar. Im Spiel um Platz 3 setzte sich der ewige Turnierfavorit Veszprém gegen Kolding durch. Im Endspiel gingen die Kieler mit ihren blitzschnellen Kontern schnell mit 4:1 in Führung, doch kämpfte sich Gummersbach wieder heran. Die zweite Halbzeit verlief hochdramatisch. Zunächst brachte der Welthandballer des Jahres Yoon und Lapcevic die Gummersbacher mit bis zu 3 Toren in Führung, nach weiteren 10 Minuten führte Kiel 26:24, doch schließlich gewann Gummersbach (30:28) durch den besten Torschützen des Turniers Yoon (31 Tore), der auch zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Bester Torhüter war Arpad Sterbik (Veszprém).
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2004: Kiel zum Vierten
Die bei den Olympischen Spielen in Athen durch den Gewinn der Silbermedaille der deutschen Mannschaft entfachte Euphorie fand in der voll besetzten Längenfeldhalle ihre Fortsetzung. Im Zentrum des Interesses stand insbesondere der Olympiaheld und Welthandballer des Jahres 2004 Henning Fritz, seines Zeichens Torhüter des THW Kiel. Dem THW gelangen sodann auch überzeugende Vorrundensiege gegen Turnierneuling Altea und den aktuellen Champions League-Sieger 2004 aus Celje. Altea konnte sich "für viele Zuschauer überraschend" im Spiel um den zweiten Platz der Gruppe A mit 21:16 gegen Celje durchsetzen. Wesentlich knapper ging es in Gruppe B zu. Alle drei Mannschaften waren nach den Vorrundenspielen punktgleich, das Torverhältnis zwischen Moskau und Hamburg ebenfalls. Aufgrund der mehr erzielten Tore konnte Moskau dennoch den Einzug ins Finale verbuchen. Im Spiel um Platz 5, welches das Aufeinandertreffen der Champions League Sieger von 2003 und 2004 vorsah, konnten sich die Gäste aus Slowenien mit 36:34 gegen Montpellier behaupten. Das kleine Finale entschied der HSV Handball mit 25:23 gegen Altea für sich. Im Endspiel schließlich konnte sich der THW Kiel seinen 4. Turniersieg beim SCHLECKER CUP durch ein mehr als deutliches 44:30 gegen Moskau sichern. Niemals zuvor gab es beim SCHLECKER CUP ein solch einseitiges Finale, aber auch noch nie hatten die begeisterten Zuschauer derart atemberaubenden Tempohandball gesehen, wie er seitens des THW zelebriert wurde. Zum besten Torhüter wurde "natürlich" Henning Fritz, zum besten Spieler sein Teamkollege Stefan Lövgren gewählt. Erfolgreichster Torjäger war Rutenka mit 27 Treffern für Celje.
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2005: Spannendstes Endspiel der Turniergeschichte
Bereits im Eröffnungsspiel der 19. Auflage des SCHLECKER CUP wurde den zahlreich erschienenen Zuschauern eine faustdicke Überraschung geboten, als Vorjahressieger THW Kiel gegen Montpellier HB den Kürzeren zog. Der im personellen Neuaufbau befindliche THW, der in Ehingen zudem auf die verletzten Topstars Ahlm und Neuzugang Karabatic verzichten musste, scheiterte ein ums andere Mal am hervorragend aufgelegten französischen Nationaltorhüter Thierry Omeyer und verlor folgerichtig mit 28:32. Da es den „Zebras“ allerdings gelang, im zweiten Spiel der Vorrundengruppe A den schwedischen Meister 2005 IK Sävehof, der seine Turnierpremiere in Ehingen feierte, mit 33:28 in die Schranken zu weisen, sollte das Spiel zwischen den nationalen Meistern aus Frankreich und Schweden die Entscheidung für den Finaleinzug bringen. Aufgrund einer glänzenden Abwehrleistung und der Torgefährlichkeit von Michaël Guigou konnten sich die Gäste aus Südfrankreich mit 26:19 gegen die technisch stark aufspielenden Schweden behaupten. Montpellier, im Vorjahr noch Turnierletzter, konnte sich somit eindrucksvoll für das Endspiel qualifizieren, während Kiel mit dem kleinen Finale und Sävehof mit dem Spiel um Platz fünf Vorlieb nehmen mussten. Knapper ging es in der Vorrundengruppe B zu. Nachdem sowohl MKB Veszprém als auch der HSV Handball ihre Gruppenspiele gegen die vom Ehinger "Stammgast" Sead Hasanefendi? betreute tunesische Nationalmannschaft erfolgreich gestalten konnten, kam es im letzten Spiel am Samstag Abend in der vollbesetzten Längenfeldhalle zu einem echten Endspiel um den Sieg in Gruppe B. Nachdem der HSV lange Zeit wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, kamen die Gäste aus Ungarn in der Schlussphase Tor um Tor heran, um schließlich kurz vor Abpfiff das vielumjubelte 31:30 erzielen zu können. Wie im Vorjahr fehlte den Hamburgern lediglich ein Tor, um das Finale des SCHLECKER CUP zu erreichen. Dieses erreichte das ungarische Topteam aus Veszprém.

Nachdem sich die Nationalmannschaft aus Tunesien, ihres Zeichens Vierter der Handball-WM 2005, am Sonntag im Spiel um Platz fünf aufgrund einer sagenhaften Leistung ihres jungen Torhüters Meggaiez mit 33:30 durchsetzen konnte, hieß es Abschied nehmen vom langjährigen Turnierorganisator "Mister SCHLECKER CUP" Heinz Fiesel, dessen Einstieg in den wohlverdienten Turnierruhestand von tosendem und vor allem anerkennenden Beifall für 14 schöne und unvergessliche Jahre erstklassigen Handballsports begleitet war. Als besonderes Dankeschön der teilnehmenden Mannschaften erhielt Heinz Fiesel vor dem Anpfiff des Spiels um Platz 3 ein Trikot des THW, welches vom ganzen Team signiert worden war. Denkbar knapp ging es dann im kleinen Finale zu. Der HSV erwischte den besseren Start und führte zur Halbzeit bereits mit 20:12. Doch dann kam die altbewährte Kieler Kämpfermentalität zum Zuge und der THW kämpfte sich Tor um Tor bis zum 30:30 wenige Sekunden vor Schluss heran. Dennoch konnte der HSV Handball das glücklichere Ende für sich beanspruchen, indem Matthias Flohr Sekunden vor Schluss zum 31:30 vollstreckte und seiner Mannschaft den 3. Platz sicherte. Wer nach diesem innerdeutschen Topspiel dachte, dass ein Handballspiel an Dramatik nicht mehr zu überbieten sei, sah sich getäuscht.

Das Finale des SCHLECKER CUP 2005 sollte sich als das spannendste der Turniergeschichte erweisen. Montpellier konnte mit einem knappen 15:14 in die Halbzeitpause gehen. Nach dem Pausentee drehten sich die Verhältnisse auf dem Spielfeld allerdings und Veszprém, das seine 5. Endspielteilnahme nach 1992, 1993, 2000 und 2001 verbuchen konnte, setzte sich Tor um Tor ab und führte 15 Minuten vor Schluss bereits mit sechs Toren Vorsprung. Doch Montpellier gab nicht auf und kämpfte sich wieder heran, um schließlich zwei Minuten vor dem regulären Spielende egalisieren zu können. 32:32 stand es dann auch nach 60 Minuten. Das Spiel ging in die Verlängerung, und auch hier waren sich beide Teams ebenbürtig, so dass die Entscheidung des SCHLECKER CUP 2005 zum zweiten Mal nach 1988 (Gummersbach & Großwallstadt) im Sieben-Meter-Schießen fallen musste. Schließlich war es Andrej Golic, der mit seinem verwandelten Siebenmeter zum 40:39 Montpellier zum Gewinn des SCHLECKER CUP 2005 schoss. Die Zuschauer und auch das Team aus Veszprém, das seine fünfte Finalniederlage in Ehingen hinnehmen musste, waren noch lange nach Spielende gebannt, während der Turniersieger aus Frankreich als erster Cupgewinner seines Landes ausgiebig die Korken knallen ließ. Neben den Siegern aus Montpellier wurden Stefan Lövgren vom THW Kiel als bester Spieler und Marouene Meggaiez aus Tunesien zum besten Torhüter gewählt. Erfolgreichster Torschütze war Kiril Lazarov aus Veszprém mit 23 erzielten Treffern, der Fair-Play-Pokal ging nach Sävehof.

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Die frühen Jahre des SCHLECKER CUP
2006 THW Kiel schon zu Saisonbeginn unhaltbar: Auftakt zum Triple