Presseschau: Ich tippe auf Kiel und Gummersbach

10.08.2007 07:13

Südwest Presse, Ehinger Tagblatt, 10. August 2007

INTERVIEW / Markus Götz, Handball-Moderator beim DSF

33-jähriger Ehinger ist bei der TSG mit Handball groß geworden - DSF nicht live dabei

Markus Götz aus Ehingen ist eine feste Größe beim Deutschen Sportfernsehen (DSF). Der 33-Jährige kommentiert Handball Live und moderiert unter anderem Fußball. Er ist bei den Handballern der TSG Ehingen groß geworden und kennt den Schlecker-Cup seit frühester Jugend.

ROLAND FLAD

Herr Götz, Sie sind bei der TSG Ehingen und mit Handball groß geworden. Wann waren Sie das erste Mal beim Schlecker-Cup und wer hat damals gewonnen?
MARKUS GÖTZ: Ich bin mir sicher, das war beim zweiten Turnier 1988. Damals hat Gummersbach gewonnen.

Was war Ihr Cup-Erlebnis, an das Sie sich besonders erinnern?
GÖTZ: Irgendwann in den 90er Jahren kam Santander mit Jakimovic und Duschebajew, das war toll.
 
Welchen Stellenwert hat das Turnier heute für Sie?
Götz: Ich finde es hoch interessant und immer wieder fantastisch, denn das Turnier besitzt ein perfektes Ambiente und hat eine unglaubliche Reputation. Aber entscheidend ist der Stellenwert für die Mannschaften. Da hat der Schlecker-Cup den besten Ruf aller Vorbereitungsturniere. Alle Teams sind scharf darauf, nach Ehingen eingeladen zu werden.
 
Sie kennen sich als Handball-Kommentator bestens in der Szene aus. Welche Mannschaften sehen Sie am Sonntag in Ehingen im Finale stehen und warum?
GÖTZ: Kiel auf jeden Fall. Ich sage Kiel gegen Gummersbach, das ist ein intuitiver Tipp. Obwohl Hamburg spielerisch besser ist, tippe ich auf Gummersbach, weil der VfL Gummersbach mit Alfred Gislason einen Supertrainer hat. Die Mannschaften probieren noch viel aus, variieren, sind noch nicht ganz eingespielt und rufen noch nicht ihre volle Leistung ab.
 
Sie spielten früher für die TSG Ehingen. Von wann bis wann war das, in welchen Ligen und auf welcher Position?
GÖTZ: Ich spielte so von 1985 bis 1996, hauptsächlich in der Landesliga, da war Karl-Heinz Feyertag noch unser Trainer. Aber wir hatten auch dunkle Zeiten in der Bezirksliga. Meine Position war im linken Rückraum.
 
Wer waren Ihre Mannschaftskameraden?
GÖTZ: Das waren, um nur ein paar Namen zu nennen, Miro Ignatovic, mein erster Trainer in der C-Jugend, Virgil Tomutia, Horatiu Gal, Günther Allgaier, Winfried Biberacher, Klaus Mikulasch und im Tor Roland Laatsch.
 
Haben Sie auch andere Sportarten betrieben?
GÖTZ: Aber ja. Ich habe von der E- bis zur C-Jugend Fußball gespielt. Und vor fünf, sechs Jahren war ich noch für den SC Nasgenstadt aktiv, wenn ich Zeit hatte und in Ehingen war. Basketball habe ich auch gespielt, aber hauptsächlich an der Uni Heidelberg.
 
Sind Sie am Wochenende beim Cup in Ehingen?
GÖTZ: Wahrscheinlich gar nicht. Ich habe beruflich sehr viel zu tun, da wird es kaum reichen.
 
Berichtet das DSF über den Cup?
GÖTZ: Nein, wir sind nicht live dabei.
 
Zu Ihrem Job. Lassen Sie sich bei Ihren Moderationen vorab Gags, Witziges oder Redewendungen einfallen oder gehen Sie eher spontan auf Sendung?
GÖTZ: Auf keinen Fall, ich würde nie für eine Live-Reportage Sätze aufschreiben, das ginge garantiert schief. Ich bereite mich selbstverständlich inhaltlich akribisch auf jede Sendung vor. Ansonsten bin ich spontan.
 
Wie sind Sie Moderator geworden?
GÖTZ: Durch Zufall. Ich habe Sport, Geographie und Politik studiert und bin dann beim DSF hängen geblieben. Ich habe mich beim DSF spaßeshalber für ein Praktikum beworben. Danach kam eines nach dem anderen. Ich war Praktikant, Volontär, Redakteur und dann Kommentator. Dann habe ich bei Premiere die Bundesliga kommentiert. Seit vier Jahren mache ich Handball beim DSF und seit drei Jahren bin ich Moderator.
 
Was tun Sie, wenn Sie nicht beim Fernsehen arbeiten. Haben Sie Hobbys?
GÖTZ: Ich fahre gerne Rad. An der Isar entlang gibt es großartige Strecken.