CUP-SPLITTER

27.08.2009 17:57

Suedwest-Presse,Ehinger Tagblatt
Schönes Erlebnis
Joachim Deckarms Betreuer Klaus Zöll zeigte sich angetan von Ehingen, dem Schlecker-Cup und dem ganzen Drumherum. "Ich bin das erste Mal hier, aber alles passt", sagte er. Der sportliche Wert des Turniers sei sekundär, denn hinter den Mannschaften liege eine harte Vorbereitung. Die Teams seien auf den Bundesligastart fokussiert. Zöll, der früher Großwallstadt trainierte, ist eines der fünf Mitglieder des Deckarm-Ausschusses, der der Deutschen Sporthilfe angegliedert ist.

Fußball und Formel 1
Dass beim Schlecker-Cup nicht immer der Handball an vorderster Stelle steht, zeigten Holger Glandorf und Rolf Hermann vom TBV Lemgo. Während Veszprém und Kopenhagen um den dritten Platz kämpften, informierten sich die Fünftplatzierten am Spielfeldrand per Handy über das tagesaktuelle Sportgeschehen. Die Fachsimpeleien über Fussball und Formel 1 ließen dabei das eher enttäuschende Abschneiden der Lemgoer schnell vergessen.

Momir Ilic bester Spieler
Bei der Wahl des besten Feldspielers während des Turniers waren sich die sechs Trainer der Teams einig. Mit Momir Ilic vom Cupsieger THW Kiel wählten die Verantwortlichen den spielstarken Serben auf Platz eins. Den Titel des besten Torhüters sicherte sich Kopenhagens Kasper Hvidt. Seine Teamkollegen wurden zudem als fairste Mannschaft geehrt. Als erfolgreichster Torschütze konnte sich Marko Vujin von MKB Veszprem auszeichnen, der in drei Partien 28 Treffer erzielte.

Treue Helfer
Rund 220 ehrenamtliche Helfer pro Tag hatte der Handballförderverein der TSG Ehingen zum Teil bis weit in die Nacht im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten. Ob Fahrdienste, Hostessen oder "die Leute, die man gar nicht sieht", so Fördervereins-Vorsitzender Marco Herberger. "Die kommen alle aus der Handballabteilung und ihrem Umfeld, Freunde und Bekannte." Lob kam auch von Seiten der Mannschaften. "Wie immer ein glänzend organisiertes Turnier", sagte etwa Lemgos Trainer Markus Baur.

Heimspiel für Kraus
Der Schlecker-Cup ist für den Lemgoer Spieler Michael Kraus quasi ein Heimspiel. "Ich freu mich immer, wenn wir im Süden spielen und ich wieder schwäbla ka, Eltern und Freunde treffe", sagte der Ex-Göppinger, dessen Verein die Saisonvorbereitung zu seiner Freude am Bodensee machte. "Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder nach Ehingen eingeladen werden." Das liegt aber zunächst mal an der Leistung der Lemgoer in der anstehenden Saison.