Mosaiksteine im Hintergrund: Viel Arbeit für den Schlecker-Cup

21.08.2009 02:01

Suedwest-Presse, Ehinger TagblattDie Planungen für den Schlecker-Cup am Wochenende gehen in die letzte Phase. Wie intensiv die Organisatoren arbeiten, um das Handball-Großereignis vorzubereiten, bleibt der Öffentlichkeit verborgen.
Drei Tage vor dem Start des Schlecker-Cups 2009 ist die Organisation für die zweitägige Veranstaltung so gut wie abgeschlossen - was sich dabei seit mehreren Wochen und Monaten im Hintergrund abspielt, bleibt dabei den meisten Außenstehenden verborgen.
Für Andreas Wax, den sportlichen Leiter des Handball-Turniers, beginnen die Planungen wie jedes Jahr gleich in der Woche nach dem Abpfiff des Cup-Endspiels. "Dort finden gleich wieder die ersten Gespräche für das nächste Jahr statt", erklärt Wax, wobei die Verpflichtung von zwei deutschen Teams Vorrang hat. Sind zwei Mannschaften aus der Bundesliga gefunden, gilt es, das Starterfeld mit ausländischen Klubs zu füllen. Anfragen gab es auch für 2009 zu Genüge. Fünf Teams aus Deutschland und acht aus dem europäischen Ausland haben in diesem Jahr angefragt. "Wir verhandeln aber stets zielgerichtet und wissen, wen wir verpflichten wollen", so Wax, der oftmals gar nicht allzuviele Überredungskünste an den Tag legen muss. Denn die Argumente für den Schlecker-Cup sprechen für sich. Was langjährige Teilnehmer wie Kiel oder Veszprem bereits zu schätzen wissen, wird den potenziellen Kandidaten schmackhaft gemacht: Rundumbetreuung bereits bei der Ankunft, einen Fahrservice zu den verschiedenen Örtlichkeiten oder auch die Erfüllung von Extrawünschen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Förderverein der TSG Ehingen. Die aktiven Mitglieder des Vereins rund um den Vorsitzenden Marco Herberger kümmern sich um nahezu alles, was rund um den Cup geschieht. Von der Einrichtung des Livetickers, Akkreditierungen für die Presse bis hin zum reibungslosen Ablauf der Getränkelieferungen oder der pünktlichen Abgabe der frisch gewaschenen Trikots an die Hotels der Teams - jede Kleinigkeit muss detailliert geplant sein.
So auch bei den Hostessen, die eine tragende Rolle beim Turnier einnehmen. "Sie stehen den Spieler und Betreuern rund um die Uhr zur Seite", weiß Herberger. Bei Verständigungsproblemen wird in der Muttersprache übersetzt, bei kurzfristigen Trainingswünschen gleich das Fitnessstudio kontaktiert. "Ohnehin kommen die Teams weniger aus finanziellen Aspekten zu uns", ist sich Wax sicher. Die Siegprämie von 3000 Euro sei eher nebensächlich. Wichtig seien Partien gegen internationale Champions League-Gegner und das Drumherum in Ehingen.
Dass sich die Verantwortlichen mit dem Schlecker-Cup einen gewissen Rang in der Handball-Szene erarbeitet haben, weiß Wax zu schätzen. "Nicht wir richten uns nach den anderen, sondern die sich nach uns", erzählt Wax. Bei der Terminplanung würden die Planer der Konkurrenzturniere stets den Ehingern aus dem Weg gehen. Ohne die enge Zusammenarbeit mit Marco Herberger und dem Organisationsteam sei eine solche Großveranstaltung für Ehingen aber gar nicht machbar, stellt Wax klar. Auch Herberger weiß um den Aufwand, der hinter dem Turnier steht: "Viele Mosaiksteine, die zusammengetragen werden müssen, bekommen die Zuschauer gar nicht mit." Das finale Ergebnis ist am kommenden Wochenende zu sehen.