Die frühen Jahre des Sparkassen-CUP (vormals EVFH-CUP)

1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996
1987: Erste Erfahrungen
Am 21. August 1987 fand dieses große Handballturnier zum ersten Mal statt. Vier Mannschaften kämpften an einem Tag um den neu geschaffenen SCHLECKER CUP. Damals war man stolz, neben zwei deutschen Zweitligisten auch den Schweizer Erstligisten St. Otmar St. Gallen an die Donau gelockt zu haben. Obwohl das Turnier in der Öffentlichkeit nur wenig Interesse weckte, war es aus sportlicher und kameradschaftlicher Sicht ein voller Erfolg. Insbesondere die organisatorische Erfahrung, die man gesammelt hatte und die wichtigen Verbindungen, die man knüpfen konnte, gaben Mut zu weiteren Planungen.
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1988: Meister in Ehingen
Durch deutlich gesteigerte Zuwendungen konnte die zweite Auflage des SCHLECKER CUP weitaus größer aufgezogen werden. Erstmals spielten in der Längenfeldhalle Landesmeister: aus Deutschland der VfL Gummersbach und aus Holland Sittardia Sittard. Auch der TV Großwallstadt lockte neben Pfullingen, Nürnberg und St. Gallen die Zuschauer ins Längenfeld. Zum ersten Mal war die Halle restlos ausverkauft. Keiner der Zuschauer bereute sein Kommen. Begeisternder Sport wurde geboten. Wer erinnert sich nicht an das dramatische Endspiel zwischen Gummersbach und Großwallstadt. Nach unentschiedenem Spielstand am Ende und nach Verlängerung erkämpfte sich der VfL Gummersbach im Siebenmeterschießen schließlich den Turniersieg.
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1989: Europas Spitze
Durch den Erfolg der 2. Auflage angespornt, entschlossen sich die Veranstalter, die Attraktivität für Mannschaften und Zuschauer noch zu steigern. Der neue Turniermodus - Gruppenspiele am Samstag und Endspiele am Sonntag - machte den SCHLECKER CUP zum Großereignis. Klingende Namen garantierten Handball der europäischen Spitzenklasse. Der VfL Gummersbach als Pokalverteidiger und der TV Großwallstadt als Deutscher Pokalsieger vertraten den bundesdeutschen Handball gegen vier internationale Klasseteams: Bramac Veszprém aus Ungarn, Granitas Kaunas aus der damaligen UdSSR, der Schwedische Meister Redbergslids IK Göteborg sowie die Nationalmannschaft der Schweiz. Im Endspiel setzte sich dann RIK Göteborg überraschend deutlich mit 27:20 gegen die Schweiz durch. Noch unbekannte Spieler wie Markus Wislander sollten das Handballgeschehen des nächsten Jahrzehnts bestimmen.
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1990: Weltklasse Handball
Der SCHLECKER CUP wurde nun endgültig zum weltbesten Handballturnier für Vereinsmannschaften. Dabei kämpfte der Europapokalsieger der Landesmeister SKA Minsk gegen Weltklassemannschaften, die den damaligen Sowjets ein Schnippchen schlagen wollten. Als Herausforderer stellten sich der Bundesdeutsche Meister TV Grosswallstadt, der Französische Meister USAM Nîmes sowie der letzte Meister der DDR 1. SC Berlin. Europapokalhalbfinalist VfL Gummersbach sowie SCHLECKER CUP Pokalverteidiger Redbergslids IK Göteborg vervollständigten das erlesene Teilnehmerfeld. Zum letzten Mal konnten die Zuschauer zwei amtierende Deutsche Meister sehen und erlebten so eine historische Einmaligkeit. Für Pokalverteidiger RIK Göteborg reichte es diesmal nur zu Platz 6 und auch der große Favorit aus Minsk kam nach einer Vorrundenniederlage gegen Nimes nicht über den dritten Platz hinaus. Die Gunst der Stunde nutzte der VfL Gummersbach und holte sich überraschend zum zweiten Mal nach 1988 den SCHLECKER CUP.
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1991: Superspannung und Klasseleistungen
Zum zweiten Mal nach 1989 zog die Nationalmannschaft der Schweiz ins Finale ein, doch wieder blieb ihr der Turniersieg versagt. Dies war bei dem Eliteteilnehmerfeld jedoch keine allzu große Überraschung. Dem EHF-Pokalsieger Borac Banja Luka aus dem ehemaligen Jugoslawien und Bramac Veszprém stellten sich außerdem die deutschen Spitzenvereine VfL Gummersbach und die SG Wallau/Massenheim. Überraschend sicherte sich Wallau/Massenheim nach zwei Siegen gegen Krasnodar und Veszprém die Endspielteilnahme. Spannender verlief der Kampf um die Endspielteilnahme zwischen der von Arno Ehret betreuten Schweiz und dem VfL Gummersbach. Nach dramatischem Spielverlauf sicherten sich die Eidgenossen den ersten Gruppenplatz. Im Endspiel setzte sich schließlich Wallau überraschend gegen die Nationalmannschaft aus der Schweiz durch.
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1992: Drei aktuelle Europa Cup Sieger
Die am häufigsten getippte Endspielpaarung als Spiel um Platz 5, die Handballwelt schien Kopf zu stehen. Die SG Wallau-Massenheim, amtierender EHF-Pokalsieger und Badel 1862 Zagreb, Europapokalsieger der Landesmeister strauchelten oder besser, die als schwächer eingestuften Mannschaften zeigten den Starteams ihre Grenzen auf. Einzig Bramac Veszprém konnte seiner Rolle als Mitfavorit gerecht werden. Überraschend unterlag der amtierende Europapokalsieger der Pokalsieger aus Ungarn gegen den frech aufspielenden Erstligisten SG Leutershausen im Endspiel um den 6. SCHLECKER CUP. In einem begeisternden Finale zogen die Magyaren denkbar knapp den Kürzeren.
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1993: Handballfest der Superlative
Rund 2000 Zuschauer sahen an den beiden Turniertagen in der Längenfeldhalle 362 Tore. Spannende Spiele bescherten die sechs Spitzenmannschaften den begeisterten Zuschauern. Immer wieder "kreiste" die La Ola durch die Halle. Kein Krimi konnte spannender inszeniert werden als der Verlauf der Vorrunde am Samstag. Die Favoritenrolle teilten sich diesmal Badel 1862 Zagreb, TEKA Santander und Fotex Veszprém. Pokalverteidiger SG Leutershausen wurden ebenso nur Außenseiterchancen eingeräumt wie TUSEM Essen und dem rumänischen Meister Universitatea Craiova. Das bis dahin beste Spiel bei einem SCHLECKER CUP boten die beiden Finalteilnehmer Veszprém und Zagreb. Mit Applaus, Papierschnipselnfontänen und Begeisterungsausbrüchen verwandelten die Turnierbesucher die ausverkaufte Längenfeldhalle in ein Tollhaus.
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1994: Deutsche Elite setzt sich durch
Motto des Turniers 1994: Vergleich der beiden erfolgreichsten deutschen Mannschaften der Saison 93/94, dem Deutschen Meister THW Kiel und dem Vizemeister SG VfL/BHW Hameln mit den Landesmeistern aus Rumänien, Kroatien, Portugal und Frankreich. In den Gruppenspielen setzte sich Kiel gegen Zagreb ebenso durch wie gegen OM Vitrolles, das mit seinen Superstars Frederic Volle und Jackson Richardson angetreten war. Eher überraschend war der Finaleinzug der SG VfL/BHW Hameln. Mit ABC de Braga besiegten die Niedersachsen den Finalisten im Landesmeisterwettbewerb. Gegen Steaua Bukarest genügte im zweiten Vorrundenspiel ein Remis. Der THW Kiel gewann schließlich das Endspiel gegen Hameln souverän.
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1995: Stelldichein der Weltmeister
Handball der internationalen Spitzenklasse erlebten die Zuschauer bei der 9. Auflage des SCHLECKER CUP in der Ehinger Längenfeldhalle. Mit Badel 1862 Zagreb, OM Vitrolles, DUKLA Prag, der Nationalmannschaft Ägyptens, der SG Wallau/Massenheim und dem THW Kiel waren die Stars der Weltmeisterschaft in Island fast vollständig vertreten. Mit OM Vitrolles, das im Finale unerwartet gegen die SG Wallau/Massenheim unterlag, waren allein sieben aktuelle Weltmeister an die Donau gekommen. Unter ihnen wie im Vorjahr Frededric Volle und der zum Welthandballer gewählte Jackson Richardson. Die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte das Nationalteam Ägyptens. Der WM-Sechste wirkte zwar quirlig, spielte aber taktisch bei weitem nicht so variabel wie allgemein erwartet.
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1996: Wallau zum Dritten
Zum ersten Mal in der 10-jährigen Geschichte des SCHLECKER CUP lief die Verpflichtung der Mannschaften nicht wie geplant. Jugoslawiens Meister Roter Stern Belgrad verzichtete kurzfristig auf eine Teilnahme. OM Vitrolles zog seine Mannschaft aus finanziellen Gründen komplett vom Spielbetrieb zurück. Welchen hohen internationalen Stellenwert der SCHLECKER CUP jedoch besitzt zeigt die Tatsache, dass mit Badel 1862 Zagreb eines der besten Teams Europas seine Teilnahme kurzfristig zusagte. Die Kroaten traten dann auch mit allen acht Spielern an, die kurz zuvor in Atlanta Olympiasieger geworden waren. Auch die Zusage von US Ivry, immerhin Pokalsieger Frankreichs und mit fünf Spielern bei Olympia vertreten, traf ohne lange Verhandlungen in Ehingen ein. Sportlich lief alles erneut für die SG Wallau/Massenheim. Im Finale schlugen die Deutschen den spanischen Turnierfavoriten Cantabria Santander nach Verlängerung mit 34:33. Der THW Kiel siegte im Spiel um Platz 3 gegen US Ivry mit 32:26 und eine von den Strapazen der Vorwochen sichtlich gezeichnete Mannschaft von Badel 1862 Zagreb bezwang im Spiel um Platz 5 Fotex Veszprém mit 27:25.
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Die zweite Dekade: an Europas Spitze
2006 THW Kiel schon zum Saisonauftakt unhaltbar: der Auftakt zum Triple